IT-Support: Windows Remoteunterstützung

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Microsoft bietet mit der Windows Remoteunterstützung ein praktisches Fernwartungstool, dass den klassischen Remotedesktop ideal ergänzt.

Remotedesktop vs. Remoteunterstützung

Bei einer Remotedesktop-Verbindung wird der ferngewartete Computer gesperrt. Unpraktisch wenn der Supportmitarbeiter dem Benutzer oder umgekehrt, der Benutzer dem Supportmitarbeiter etwas zeigen möchte. Für diese Szenarien eignet sich die ebenfalls standardmäßig im Windows enthaltene Remoteunterstützung besser. Mit etwas Vorarbeit ist die Remoteunterstützung innerhalb eines Netzwerks beinahe ein Kinderspiel.

Erlauben und einschränken

Remoteunterstützung anbieten konfigurierenDer Computer des Benutzers muss „Remoteunterstützungsverbindungen mit diesem Computer zulassen“ (Systemeigenschaften → Remote) aktiviert haben. Für eine netzwerkweite Einstellung sollte eine Gruppenrichtlinie gesetzt werden, die auch den Kreis der Remoteunterstützer einschränkt: Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → System → Remoteunterstützung → „Remoteunterstützung anbieten“ konfigurieren → Helfer dürfen den Computer remote steuern → Helfer: Anzeigen → Supportbenutzer eintragen (Domain\Benutzername).

Ebenso muss die hoffentlich aktivierte Windows-Firewall die Verbindung zulassen. Entweder werden die bestehenden Remoteunterstützungs-Regeln aktiviert oder eine entsprechende neue Regel über: Neue eingehende Regel erstellen -> Regeltyp -> Vordefiniert: Remoteunterstützung gesetzt. Idealerweise wird diese Einstellung via Gruppenrichtlinien verteilt.

Verwenden

  • Der IT-Support startet auf seinem Computer über Windows Start bzw. Ausführen: msra /offerra
  • Im Feld „Computernamen oder IP-Adresse eingeben:“ wird der Benutzercomputer eingegeben bzw. unten ausgewählt:
    Wem möchten sie helfen?
  • Der Benutzer erhält folgende Meldung, die mit Ja bestätigt werden muss:
    Windows-Remoteunterstützung
  • Nachdem der Benutzer zugestimmt hat, erscheint beim Admin folgendes Fenster. Um die Steuerung zu übernehmen, muss „Steuerung anfordern“ vom Admin geklickt werden:
    Windows-Remoteunterstützung: Steuerung anfordern
  • Der Benutzer erhält erneut eine Meldung, die mit Ja bestätigt werden muss:
    Windows-Remoteunterstützung: Steuerung freigeben
  • Nach erfolgreicher Fernwartung, wird die Windows-Remoteunterstützung einfach beim Benutzer- und IT-Support-Computer mit Programm schließen getrennt und beendet.

Manko

Der einzige Nachteil, der mir bislang bekannt ist: Wenn die Windows-Benutzerkontensteuerung (UAC) aktiv wird, sieht man in der Fernwartung nur mehr einen schwarzen Bildschirm. In diesem Fall muss dann entweder der Benutzer aktiv werden oder falls ein Administrator-Passwort eingegeben werden muss, dafür kurz eine Remotedesktopverbindung aufgebaut werden. Die Remotedesktopverbindung in die angemeldete Benutzersitzung setzt allerdings voraus, dass dem IT-Support das Benutzerpasswort bekannt ist, was ja eigentlich nicht der Fall sein sollte. Andernfalls bleibt nur noch der Einsatz von Drittanbieter-Software (z.B.: Teamviewer) oder ein Vorortbesuch.

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