Physische Standalone-Server virtualisieren

Server

Der Virtualisierungstrend in Serverräumen bzw. Rechenzentren ist ungebrochen. Aber auch Standalone-Server profitieren von einer Virtualisierung.

 

Einleitung

Trotz Zentralisierungsbemühungen sind unter gewissen Umständen weiterhin einzelne Server in anderen Firmenstandorten notwendig. Diese Server werden meistens wie ein normaler Computer installiert. D.h. der Server mit seinen Diensten läuft direkt auf der Hardware. Diese Art der Server-Installation ist aber längst überholt. Würde der Server in der Firmenzentrale betrieben werden, läuft er (in sehr vielen Fällen) nur mehr in einem Virtualisierungscluster (Hyper-V, VMware…) und profitiert dadurch von höherer Verfügbarkeit und Managementmöglichkeiten. Viele dieser Vorteile lassen sich aber auch auf den Standalone-Server übertragen, wenn dieser von seiner eigentlichen Hardware entkoppelt wird.

 

Standalone-Server virtuell

Virtualisierungshost

Auf der Server-Hardware wird lediglich ein Virtualisierungssystem installiert. Dabei kann es sich je nach Geschmack (und Lizenzen) um verschiedenste Software (Hyper-V, VMware…) handeln. Ich empfehle aktuell aber virtuell und physisch den Windows Server 2016 Standard.

Produktiv-Server virtuell

Der eigentliche Produktiv-Server wird im Anschluss in einer virtuellen Maschine (VM) installiert.

 

Tipps & Tricks

Kostenlose Backuplösungen

Ein Virtualisierungshost mit Windows Server kann aktuell gut und kostenlos mit dem Veeam Agent gesichert werden. Der virtuelle Server wird hingegen mit Altaro VM Backup gesichert (für zwei VMs kostenlos)!

Windows Server 2016 Lizenz

Bereits eine Windows Server 2016 Standard Lizenz genügt aktuell für das physische Hostsystem und zwei virtuellen Maschinen.

Quelle: Microsoft.com

 

Fazit

Leider gibt es bei dieser Lösung auch einige negative Aspekte. Es sollte daher individuell entschieden werden, ob dieser Aufbau sinnvoll ist. Die folgenden Vor- und Nachteile sollen bei der Bewertung unterstützen:

Vorteile

  • Produktiv-Server wird von der eigentlichen Hardware entkoppelt
  • Virtualisierungsfeatures wie Snapshots (Prüfpunkte) und Cloning
  • (Live-)Migration auf andere Hardware möglich

Nachteile

  • Evtl. etwas höhere Hardwarekosten (RAM, HDD/SSD-Speicherplatz)
  • Erhöhter Installations- und Administrations-Aufwand (= mehr Server!)

CC BY-SA 4.0 Physische Standalone-Server virtualisieren von Bernhard Anreiter ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.